Sondermaschinenbau im Vergleich zum Serienmaschinenbau

Der Sondermaschinenbau ist geradezu das Gegenstück zum Serienmaschinenbau, sie sind jedoch nicht etwa ein Nebenzweig, sondern eher die Königsklasse des Maschinenbaus. Werkzeug- und Produktionsmaschinen fallen unter der Rubrik der Serienfertigung, auch wenn zusätzlich und regelmäßig Sonderausführungen mit einbezogen werden. Serienmaschinen werden nach Abschluss der Entwicklungs- und Konstruktionsarbeit über einen langen Zeitraum ohne Veränderung gebaut. Dies birgt natürlich erhebliche Vorteile hinsichtlich einer rationellen Fertigung, da sie nicht auftragsgebunden ist und eine Produktion auf Lager mit einschließen kann. Auch wenn in Jahresabständen immer wieder Weiterentwicklungen und Anpassungen an die neueste Technologie vorgenommen werden, so bleibt es doch eine Serienfertigung.

Der Sondermaschinenbau, wie er beispielsweise bei der Schmid Anlagenbau GmbH angeboten wird, ist hingegen mit Problemlösungen und Entwicklungen neuer Systeme beschäftigt, die der Rationalisierung eines Produktionsablaufs dienen. Daraus ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen an Ingenieure und Forschungsabteilungen. Die Liste der Einsatzmöglichkeiten ist schier unendlich und lässt sich nur im Zusammenhang mit unterschiedlichen Produktionsprozessen erfassen. Im Vordergrund steht in fast allen Bereichen jedoch die Automation.   

Arten der Sondermaschinen

Vorrichtungen können einfache Montagehilfen darstellen und reichen bis hin zu technisch hochkomplexen Maschinen mit EDV- Steuerungen. Auch wenn Vorrichtungen einen Teil des Werkzeugbaus abdecken, sind sie doch meistens mit hydraulischen, pneumatischen sowie elektromotorischen Elementen ausgerüstet, wodurch der Maschinencharakter deutlich hervor tritt. Automatisch arbeitende Positionier- und Haltevorrichtungen sind zum Beispiel eine Grundbedingung für einen rationellen Fließbandbetrieb. 

Ein weiteres großes Feld bieten Montageautomaten. Diese reichen von der einfachen Schrumpfisolierung von Elektro-Steckverbindungen, bis zu kompletten Automatenstraßen für die Herstellung von Handys, Computern oder TV-Geräten. Ein Höchstmaß an Präzision und Zuverlässigkeit wird hier vorausgesetzt.

Da Dreh- und Frästeile heute ebenfalls in riesigen Stückzahlen auf CNC- gesteuerten Bearbeitungszentren hergestellt werden, war die Entwicklung von vollautomatischen Messanlagen nur eine logische Folgerung. Darunter fällt auch die Prüfung elektronischer Bauteile.

Sogenannte Handhabungsmaschinen dienen der automatischen Zuführung und Entnahme von Werkstücken im Produktionsablauf von Dreh-, Fräs- und Bohrteilen. Auch zur Produktion von Stanz- und Spritzgussteilen werden Handhabungsmaschinen eingesetzt. In der Vollendung entstehen so ganze Anlageverkettungen. Nicht zu verwechseln mit Robotern, die in der Regel aus einer Serienfertigung stammen.  

Produktionszweige für den Einsatz von Sondermaschinen

Die Autoindustrie bietet das größte Feld für den Einsatz von Sondermaschinen. Hierzu gehört zum Beispiel die gesamte Technologie der Fließbandproduktion, die abhängig ist von spezifischen Fördersystemen und Steuerungen. Hierzu zählt jedoch auch die gesamte Zulieferindustrie, die aus Kunststoffwerken, Stanzunternehmen, Konstruktionsbauern sowie Unternehmen der Autoelektronik besteht.

Auch die Fenster-, Türen- und Haustürenindustrie ist komplett von Sondermaschinen zur rationellen Verkettung von Produktionsabläufen abhängig. 

Einen weiteren Zweig stellt die Herstellung von Normteilen dar, wo Sondermaschinen für die Verkettung von Produktionsabläufen sowie der internen Logistik eingesetzt werden.  

System-Technologien im Sondermaschinenbau

Sondermaschinen bedienten sich hinsichtlich des Maschinenkörpers ursprünglich einer Schweißkonstruktion. Jedoch selbst auf diesem Gebiet haben sich Normteile und Halbzeuge, wie Strangpressprofile aus Aluminium sowie Klemmsysteme, zur rationelleren Herstellung durchgesetzt. Neben Elektrik, Hydraulik und Pneumatik sind die EDV und die Elektronik als Steuereinheiten grundlegende Elemente im Sondermaschinenbau.


Teilen